Google Tag Manager und Cookie-Banner richtig kombinieren
So steuern Sie Tags im Google Tag Manager über die Einwilligung im Cookie-Banner: Consent Mode, dataLayer-Events und Trigger Schritt für Schritt.
Der Google Tag Manager (GTM) ist praktisch: Analytics, Ads, Meta Pixel und Co. pflegen Sie an einer Stelle, ohne den Code Ihrer Website anzufassen. Für den Datenschutz hat das eine Kehrseite. Was im Tag Manager steckt, sieht ein Scanner oft nicht, und ohne Verknüpfung mit dem Cookie-Banner feuern die Tags einfach los.
Das Grundprinzip
Der Cookie-Banner entscheidet, der Tag Manager gehorcht. Damit das klappt, braucht der GTM die Entscheidung des Besuchers, bevor er Tags auslöst. Dafür gibt es zwei Wege, die Sie kombinieren können: den Consent Mode für Google-Tags und Trigger auf dataLayer-Events für alle anderen Tags.
Schritt 1: Banner-Script vor den Tag Manager
Das Script des Cookie-Banners gehört als erstes Script in den head, noch vor das GTM-Snippet:
<script id="Cookie2Go" src="https://cookie2go.com/api/script/IHR-SCHLÜSSEL"></script>
<!-- danach das Google Tag Manager Snippet -->
So steht der Standardzustand aller Consent-Signale fest, bevor der Tag Manager startet.
Schritt 2: Consent Mode für Google-Tags
Schalten Sie im Banner den Google Consent Mode v2 ein. Google-Tags wie GA4 und Google Ads lesen die Signale selbst. Aktivieren Sie in den Containereinstellungen des GTM die Einwilligungsübersicht und prüfen Sie dort bei jedem Tag, welche Einwilligung er benötigt.
Schritt 3: Trigger für alle anderen Tags
Tags anderer Anbieter, etwa Meta Pixel, TikTok, LinkedIn oder Hotjar, kennen den Consent Mode nicht. Sie lösen Sie über ein Ereignis aus, das der Banner in den dataLayer schreibt. Cookie2Go sendet:
c2g_consent_readybeim ersten Laden mit bestehender Entscheidung und nach der ersten Entscheidungc2g_consent_update, wenn der Besucher seine Auswahl ändert
Die gewählten Kategorien stehen kommagetrennt in der Variable c2gCategories, zum Beispiel notwendig,statistik,marketing.
So richten Sie es ein:
- Legen Sie eine Variable vom Typ *Datenschicht-Variable* mit dem Namen
c2gCategoriesan. - Legen Sie einen Trigger vom Typ *Benutzerdefiniertes Ereignis* an, Ereignisname
c2g_consent_ready|c2g_consent_updateals regulärer Ausdruck. - Schränken Sie den Trigger ein:
c2gCategoriesenthältmarketing. - Weisen Sie diesen Trigger dem Meta Pixel und anderen Marketing-Tags zu, statt „All Pages".
Für Statistik-Tools gehen Sie genauso vor, nur mit statistik.
Schritt 4: Dienste im Banner aufführen
Was der Tag Manager lädt, muss der Banner trotzdem nennen. Besucher sollen sehen, welche Dienste sich hinter „Marketing" verbergen. Weil ein Scan Tags im GTM oft nicht sieht, tragen Sie diese Dienste am besten selbst ein. In Cookie2Go wählen Sie sie dafür aus einem Katalog mit über 80 bekannten Diensten aus, Cookies und Beschreibung werden übernommen.
Häufige Fehler
- GTM-Snippet vor dem Banner: Tags feuern, bevor der Standardzustand gesetzt ist.
- Trigger „All Pages" bei Marketing-Tags: Das Tag lädt ohne Einwilligung.
- Widerruf ohne Wirkung: Bereits geladene Scripts lassen sich nicht entladen. Cookie2Go lädt die Seite deshalb nach einem Widerruf neu.
*Dieser Beitrag gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.*